Emblem Martino Fromm
Kampfkunstschule Shorin Ryu Karate Do1
Karate-Okinawa
Martino Fromm0129
Shorin Ryu Karate Do Kanji
Giuseppe Beghetto Schrift
Enzyklopädie2

Meister Beghetto, Urheber und Hauptautor dieses Werks, ist einer der grten europischen Experten in der Geschichte und Philosophie des Karate.

Seine Vorstellung von Karate hat sich, nach einer ersten Phase whrend der er hauptschlich trainierte, enorm erweitert und zwar in Folge einer tiefen Krise, die ihn "zwang" ber die Bedeutung seiner Arbeit, der er sich voll und ganz gewidmet hatte, nachzudenken.

Die "mittelfristigen" Folgen einer solchen spasmodischen Hingabe zeigten "unvermeidlich" alle schlechteren Seiten und fhrten zu schweren Ernchterungen und psychophysischen Einbussen. 

Seither hat ihn aber seine Suche nach den nobleren Seiten dieser Kunst, die lange Zeit verborgen geblieben waren, zur Entdeckung einer neuen, begeisternderen und befriedigenderen Dimension gefhrt. In jeder Hinsicht. Die Dimension der Kampfknste, von der er gehrt und die ihn anfangs angezogen hatte (wie die meisten benden...), deren Existenz er aber schon abzustreiten begann (wie die meisten benden...).

Giuseppe Beghetto ist in Italien (in Tombolo, Provinz von Padua) am 7. Mai 1950 geboren.

Er hat mit dem Training der Kampfknste sehr jung, Mitte der sechziger Jahre begonnen, als sie im Westen noch bahnbrechend waren. Er beginnt mit dem Judo (zu der Zeit die bekannteste Kampfkunst) in der Provinz von Vicenza, an der Judoschule des Meisters Piccoli.

Sehr bald zieht ihn aber eine "neue" Kampfkunst an, die zu der Zeit sogar vielen japanischen Judomeistern unbekannt war... das "Karate".

1966 meldet er sich zum ersten Mal an einem regelmigen Kurs in Vicenza an, der vom Meister Pietro Zaupa gehalten wurde (in Wirklichkeit handelte es sich um ein koreanisches Karate).

1967 organisiert er selbst Kurse (in den Garagen von Privatwohnungen) fr einige Schler, die an dieser "Neuheit" interessiert waren und erffnet am Ende des Jahres seinen ersten "Dojo"... im Pfarrhaus von S. Martino Di Lupari. 1968 beginnt seine Karriere als Leistungssportler (anlsslich einer Rahmenveranstaltung eines Ringkampfs der Provinz).

Im Jahre 1968 lernt er den Meister Hiroshi Shirai kennen, der vom Meister Zaupa eingeladen wurde, um einen regelmigen Kurs am "Ren Bu Kan" von Vicenza zu halten (den man ein Mal monatlich besuchte und fr welchen man ungefhr ein Drittel seines "monatlichen" Gehalts pro Stunde zahlte).

Dieser japanische Meister, der gegen Ende 1965 in die Lombardei kam, war der erste nach Italien gesandte offizielle  Botschafter der Japan Karate Association, die ihn als Lehrmeister fr diese europische Nation ernannt hatte.

Ein Judoexperte, Meister Fassi (heute befasst er sich mit dem Shaolin Kung Fu...), rief ihn... weil Karate ihn neugierig gemacht hatte... Meister Hiroshi Shirai war Gast des "Jigoro Kano" in Mailand (auf Fhrsprache des damaligen Leiters der J.K.A Masatoshi Nakayama beim Pariser Meister Henry Plee, Pionier des europischen Karate). "Meister" Shirai, der den Titel und den 5. Dan von der J.K.A. erhalten hatte, war zwar ein hervorragender und kampflustiger Leistungssportler (mehrfach japanischer Sieger), war nur 28 Jahre alt, hatte aber nur zehn Jahre zuvor mit dem Karate an der Universitt begonnen und konnte daher nicht ein Experte des Karate Do sein (noch werden...).

Sein groes Charisma (zusammen mit den sportlichen Leistungen und ... seinem exotischen Aussehen...) bezauberte jedoch die damaligen Schler, die ihm wie einer unbestrittenen und unberwindlichen Autoritt in allen Gebieten des Karate folgten.

Giuseppe Beghetto, damals noch sehr jung, ...war keine Ausnahme.

1969 zieht er endgltig in die Lombardei (zuerst zu einigen Verwandten), um dem Meister Shirai  nher zu bleiben. Am 15. Mai 1969 erffnet er in Gallarate den Dojo "Sho Bu Kan" (der Name stammt aus dem Ort wo er ursprnglich erffnet wurde: das "Jugendzentrum") wo er heute noch unterrichtet. Am 20. Juni 1969 bekommt er in Mailand, in Via Bezzecca Nr. 9, von Meister Shirai die Qualifikation Schwarzgurt 1. Dan, nach einer besonders harten ...Auswahl (...3 aufgestiegene Schler von 106 geprften Schlern...).

Bald darauf erscheint er, durch sein "Talent" und seinem ...Eifer in der ffentlichkeit.

Anfnglich bt und unterrichtet er mindestens 8 Stunden pro Tag, 6 Tage die Woche.

Danach wird sein Einsatz noch grer, so dass er gezwungen ist 5 Nchte in der Woche in den Mailndern Trainingsorten in einer Ecke zu schlafen (spter bekommt er einen Schlafplatz in der Dachkammer des Trainingsorts zugeteilt).

Schon im Jahre 1970 steht er dem Meister Fugazza als Cheftrainer im C.S.K.S. (Centro Sportivo di Karate Shotokan – Sportzentrum fr Karate Shotokan) in Mailand zur Seite und ist auch gleichzeitig offizieller Trainer an weiteren zwei Trainingsorten des M. Shirai.

1971 wird er mit dem 2. Dan ausgezeichnet.

Ab 1970 ist er die rechte Hand des Meisters Shirai und sein "interner Schler" (auch im Sinne dass "Beppe san" einige Jahre lang als Gast bei dem Meister in der Via Friuli in Mailand lebt). In den siebziger Jahre erreicht seine sportliche Karriere sowohl im Kata als auch im Kumite (zu einer Zeit wo die Kmpfe recht hart waren...) die grten nationalen und internationalen Erfolge.

Er gewinnt mehrfach den italienischen Meistertitel und gewinnt auf internationalem Niveau praktisch alles was ein... Nichtjapaner gewinnen kann (diese unberwindliche Schranke wird spter eine der vielen Ursachen seiner Krise sein).

Erster unter den westlichen Teilnehmern nimmt er auch an den internationalen individuellen Wettkmpfen teil, die 1973 in Fukuoka, Japan stattfinden. Unter den zahlreichen Siegen und Podesten ist der wichtigste Erfolg (aus der Sicht der Geschichte des europischen Karate und dieses Buches) sicherlich der, als "erster europische Meister" im Kata bezeichnet zu werden, nachdem er 1972 die individuellen europischen Meisterschaften in Mailand, Italien gewonnen hatte (er gewinnt brigens auch mit dem italienischen Team denselben Titel in der Mannschaftsmeisterschaft, dann mit derselben Mannschaft den zweiten Rang im Kumite an den Europameisterschaften von Saarbrcken von 1973, wo er aus anscheinend... unverstndlichen Grnden aus der Kata-Mannschaft ausgeschlossen wurde).

Seine hervorragenden sportlichen Leistungen beeinflussen seine Karriere auch in der Graduierung.

1973 wird er in Tokio mit dem 3. Dan direkt von dem Ausschuss der J.K.A. dessen Vorsitzender Meister Nakayama war, ausgezeichnet (zu seinen Mitgliedern gehrten berhmte Meister der J.K.A. wie Kanzawa und Enoeda). Im Jahre 1974 wird er vom Meister Shirai mit dem 4. Dan ausgezeichnet und 1975 erhlt er die Qualifikation als ... "Meister".

Doch belastet ab Mitte der siebziger Jahre eine Reihe von ... Unverstndnissen ... (die sich spter als sehr wohl verstndlich enthllen werden...) mehr und mehr die Beziehung zu seinem "verehrten" Meister (und folglich zu dem Karate, den er "verkrpert"), bis es zu einer tiefen persnlichen Krise kommt. Mit Gleichmut nimmt der westliche Samurai Anstrengung und krperlichen Schmerz, die eisigen Nchte, die kaputten Zhne und die gebrochenen  Finger (9 von 10 ..) oder die Kopfschmerzen hin (in Erinnerung an das Schlfenbein, das ihm sein "verehrter" Meister whrend eines der ersten... Wettkmpfe angebrochen hatte) und wre fast von den tiefsten Verletzungen berwltigt worden. Die der Psyche...

Nachdem er sich mehrere Jahre lang geweigert hatte die Realitt zu akzeptieren (und dafr auch mit 4 Klagen wegen Krperverletzungen seiner Kunden... und einer gescheiterten Ehe mit Kinder zahlen musste) hatte er seine Schuld abgebt und durfte WIEDERWACHEN: diese "strenge" Disziplin, der er sein ganzes Leben gewidmet hatte, war von einem unberwindbaren "Widerspruch" durchdrungen und seine Anhaltspunkte waren auch Meister der ... Hypokrisie.

War das Karate?

Ab 1976 beginnt er seine verzweifelte persnliche Suche nach der tiefsten und wahrsten Bedeutung dieser Kunst, der er sein Leben seit seiner Kindheit gewidmet hatte (und ihn nun durch verschiedene buddhistische Klster zog). Dieser Weg konnte (aus seiner damaligen Sicht ...) nur in Japan beginnen, ein Land das er schon im Laufe seiner sportlichen internationalen Laufbahn kennen gelernt hatte.

Am Anfang wird er (aus sprachlichen Grnden...) von einem "ketzerischen" Lehrer begleitet (Bruno Cividini, der erste Westliche der Karate Japanern beibringt...), dann geht er allein weiter und besucht verschiedene Dojos. Der Hhepunkt seiner Wanderung erreicht er als er nach vielem Bitten einen Meister aus Tokio (M. Takashi) berredet ihn in eine Ortschaft im Norden Japans zu begleiten, wo er einen "direkten" Schler (damals achtzigjhrig) des M. Gichin Funakoshi kennen lernt. Dieser "erklrt" ihm etwas was er mittlerweile... schon geahnt hatte: die uerste "Natrlichkeit" des Karate. Das war 1979. Von da an beginnt eine neue Wanderung auf der Suche nach dem wahren Wesen des Karate. Diesen Weg begeht er heute noch.

Meister Beghetto’s Karriere als Wettkmpfer endet also Ende der siebziger Jahre nach  mehr als 400 Wettkmpfen und Veranstaltungen.

Seinen letzten Wettkampf anlsslich der europischen Meisterschaft in Manchester von 1980, schliet er mit "disqualifiziert" ab, weil er im Wettkampf, vor der Kommission, die u.a. aus den japanischen Meistern Ochi, Enoeda und Myazaki bestand, und in Gegenwart von M. Shirai, die Kata "Bassai Dai" ...umgekehrt vorgetragen hatte (einige Jahre spter "gewann" aber ein Japaner die Weltmeisterschaft durch die Vorfhrung einer "mysterisen" Kata, die sich aber dann ...unerhrt... als "fr diese Gelegenheit erfunden" herausstellte, wie der Wettkmpfer selbst ...spter.. zugab).

Meister Beghetto’s Erfahrung beschrnkt sich nicht nur auf die des Sportlers auf internationalem Niveau, denn er hat auch mehrere unterschiedliche mter in verschiedenen Vereinen ausgebt, die bis heute abwechselnd (... vergeblich...) versucht haben die Disziplin des Karate auf nationaler und internationaler Ebene zu vereinheitlichen.

Trotz seines jungen Alters hat er praktisch an allen Prfungskommissionen der siebziger Jahre teilgenommen (die die heutige Klasse der italienischen Karate-Meister gebildet haben).

Er war regionaler und nationaler technischer Direktor in der Lombardei, in Italien und in verschiedenen europischen Nationen. Er ist heute 7. Dan W.K.F. (World Karate Federation, der Karate Weltverband mit der grten Anzahl Mitgliedern und der einzige der offiziell vom C.I.O. Internationales Olympisches Komitee anerkannt ist) und ist  Mitglied der

Landeskommission, die sich um die Prfungsprogramme fr die verschiedenen Meistergrade fr die F.I.J.L.K.A.M kmmert (Federazione Italiana Judo, Lotta, Karate e Arti Marziali (italienischer Verband fr Judo, Ringkamp, Karate und Kampfknste) mit der grten Anzahl Mitglieder im Bereich Karate und der einzige der direkt vom C.O.N.I. (Comitato Olimpico Nazionale Italiano – Italienisches Nationales Olympisches Komitee), fr die Verbreitung des Karate in der Sportwelt und in den ffentlichen Schulen anerkannt wird).

Er hat auerdem verschiedene Verbnde die die Verbreitung des Karate zum Ziel hatten, gegrndet und untersttzt; darunter den Verband "Amici del Karate" (Verband der Karate-Freunde) und den A.Ka.I (mit dem mehrfach italienischen Sieger Enzo Montanari - spter ebenfalls "wiedererwacht" - und Autor des Buches "Karate sconosciuto" (Das unbekannte Karate)).

Seine Vorstellung von Karate hat sich offensichtlich nicht nur auf den Sport beschrnkt sondern hat ihn dazu gefhrt die unterschiedlichsten Disziplinen zu ergrnden die das "Selbstbewusstsein" strken wollen; zuerst studierte er mit den Gruppen der mentalen Dynamik und "Dynamic Business Management" (in Genf, zusammen mit einem anderen "wiedererwachten" Karateka, dem Meister Bruno de Michelis, Vize-... da er Nichtjapaner ist... Weltmeister von 1977, danach Psychologe der Mailnder Fuballmannschaft Milan, die alles gewonnen hat was im Fuball zu gewinnen war... und der vor vielen Jahren eine hnliche Initiative, wie die unsere, ergriff: die Verffentlichung des Buches des Meisters Funakoshi "Karate Do Kyohan"), dann studierte er das Zen (u.a. besuchte er in Frankreich M. Deshimaru) und besuchte wissenschaftliche "multimediale" Kurse an der Sportschule des CONI bis er sich mit "Rei Ku" und "Yoga" befasste (den er in seinem Dojo in Gallarate unterrichtet).

Heute ist Meister Beghetto hauptschlich als Experte der Geschichte und der Philosophie des Karate und insbesondere der Kata "Bunkai" geschtzt. Aus diesem Grund ruft man ihn, um Kurse in verschiedenen europischen Lndern zu halten.

Dieses Werk, das von einigen seiner Schler stark gewollt wurde, ist das Fazit seiner Erfahrungen. Es ist ihm gelungen, eine Arbeitsgruppe zu motivieren und zu koordinieren, die aus leidenschaftlichen Forschern verschiedener europischen Nationen zusammengestellt war, die zusammengearbeitet haben, um der grtmglichsten Anzahl von benden (von gestern, von heute und... von morgen) den Zugang zu der auerordentlichen Dimension des Karate zu ermglichen, vorausgesetzt, sie ben diese Disziplin mit der richtigen Einstellung.

Coverbild
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