Die Bewegung des Körpers im Raum
Die Bewegung des Körpers im Raum wird als Sabaki bezeichnet. Mit dem Sabaki weichen wir dem gegnerischen Angriff aus. Entscheidend sind zwei Fragen: Aus welcher Richtung kommt der Angriff, und wohin bewege ich mich?
Woher kommt der Angriff?
- Soto Uke, Schritt zurück
- Uchi Uke, Schritt vor
- Ziel
Wohin bewegt sich der rechte Fuß?
- direkter Schritt
- hinter dem Standfuß herum
- Standfuß, rechter Fuß
- neue Position
Distanz bedeutet Zeit
Das Sabaki beim Soto Uke ist darauf ausgelegt, möglichst viel Distanz zwischen der Angriffswaffe (Hand, Fuß) und dem Ziel zu schaffen. Distanz bedeutet für den Verteidiger Zeit. Mit der gewonnenen Zeit kann er die Nachteile des Angegriffenen, also Wahrnehmungszeit, Reaktionszeit und Trägheit des Körpers, durch eine angemessene Reaktion ausgleichen.
Die Ausweichbewegungen müssen an die natürlichen, angeborenen Reflexe angepasst und optimiert werden. Jede unnötige Bewegung und jede Gewichtsverlagerung in die falsche Richtung vergeudet die gewonnene Zeit.
Die Bewegung des Verteidigers aus dem Angriffsbereich muss immer kürzer sein als der Weg des Angreifers. Ist der Weg des Angreifers kürzer, werden wir unweigerlich getroffen.
Die meiste Zeit verlieren wir bei den Armbewegungen. Sie müssen direkt und ohne Ausholbewegung ausgeführt werden, sonst ist ihr Weg länger als der Weg der angreifenden Waffe.
Deshalb ist es entscheidend, zwischen der Bewegung in der Kata und der Bewegung in der realistischen Anwendung zu unterscheiden. In der Kata ist die Bewegung bewusst übertrieben und offensichtlich angelegt, weil sie die Dynamik des Körpers steigern soll. Diese langen Ausführungen, die oft mit einer Bewegung in die vom Angreifer abgewandte Richtung beginnen, dürfen in einer realistischen Selbstverteidigungssituation nicht genutzt werden: Sie kosten zu viel Zeit, und wir werden getroffen.
Optimale Bewegung der Gliedmaßen, kombiniert mit dem richtigen Sabaki, schafft Zeit. Zeit nutzen wir für unsere Abwehr.
- Richtiges Sabaki
- =
- Zeit
- =
- Uke